Wanderung über das Steinerne Meer zum Formarinsee
- marissa anna
- 22. Nov. 2020
- 3 Min. Lesezeit
Schon länger stand diese traumhafte Wanderung auf meiner To-do Liste. Nie hätte ich gedacht, diesen Punkt heuer noch abhaken zu können, doch dank traumhaften November Wetter war es am 15.11.20 soweit.
Der Formarinsee mit der Roten Wand hat mich immer schon fasziniert und 2018 habe ich diesen Berg bestiegen. Die Wanderung war meine bisher anspruchsvollste aber auch genialste Tour. Hier kommt ihr zum Blogbeitrag.

Wenn die Sommer Saison in Lech vorüber ist (Anfang Oktober), gibt es die Möglichkeit, mit dem privaten PKW durchs Zugertal zu fahren. Normalerweise muss man dafür eine Maut in Höhe von €20 bezahlen, doch da schon Mitte November war, wurde die Schranke in Zug schon abgebaut. Während der Sommersaison kann man nur mit dem Ortsbus zum Formarinsee fahren. Die Kosten liegen hier bei € 18. Ich persönlich finde es entspannter, wenn ich mit dem eigenen PKW anreisen kann, denn so ist man zeitlich flexibel und muss nicht mit der Menschenmasse zusammen starten :)

Nun zur Wanderung: Start ist bei der Alpe Formarin, kurz vor dem Parkplatz am Formarinsee. Geht den Pfad rechts bis zum Steinbock Denkmal und folgt ab dort der Beschilderung Richtung Steinernes Meer (1,5 h)


Der Weg führt leicht ansteigend im Schatten entlang des Berges. Steine und Geröll machen dem Namen "Steinernes Meer" zu Beginn der Wanderung schon alle Ehre. Doch auch ein paar Flecken mit Gras kommen zum Vorschein. Eine faszinierende Kulisse. Ich drehte mich um, die imposante Rote Wand zum Greifen nah, halte inne und atme tief ein.



Nach einiger Zeit überquerten wir ein paar Schneefelder. Der Weg bis hierher ist nicht schwierig, also auch für Anfänger und Kinder geeignet. Im Rücken immer noch die Rote Wand. Und schon bald erschien vor uns das Korallenriff.


Der Weg führte noch ein Stück weiter, bis wir eine Beschilderung entdeckten. Jetzt waren wir auf einer Art Plateau. Eine Familie hatte es sich hier in der Sonne gerade gemütlich gemacht. Die Temperaturen waren überraschend angenehm. Wir blickten auf die andere Seite und entdeckten die Panoramabahn vom Hochjoch, den Sonnenkopf und sogar die drei Türme. Wow.


Von hier sind es noch 1 h bis zur Freiburger Hütte, welche direkt am Formarinsee liegt. Diese Stunde ist jedoch relativ knapp bemessen. Das liegt zum einen daran, dass der Weg recht felsig verläuft (Achtung, Trittsicherheit ist hier gefragt) und zum anderen weil wir uns aufmerksam umschauten, ob wir eventuell versteinerte Fossilien oder gar ein Tier entdecken. Und so war es auch. Eine Gams sprang einige Meter von uns entfernt über die Felsen.




Der Weg führt weiter, zuerst steinig dann entlang einem Pfad, vorbei an kleinen Bergseen und Schneefeldern. Ab hier gibt es keine sichtbaren Markierungen mehr bzw. sie waren vom Schnee bedeckt. Man sollte ungefähr wissen, in welcher Richtung die Freiburger Hütte liegt, sonst könnte es schwierig werden. Ich denke, im Sommer sind die Wege besser markiert.

Als wir auf dem richtigen Weg waren, erblickten wir auch schon bald die Hütte und danach den See. Ein wirklich tolles, herbstliches Panorama erfüllte uns mit Glücksgefühlen.

Bei der Freiburger Hütte angelangt, machten wir es uns in der Sonne gemütlich. Wir packten unsere Jause aus und begannen zu "marenda", wie man bei uns sagen würde :) Was bei mir nie fehlen darf ist "an köriga Schnüfner Bergkäs", hartgekochte Eier, Tomaten, Landjäger und Brot. Perfekt als süßer Abschluss ist ein Riegel von True Love (20% Rabatt mit "marissa20") oder Clif. Danach ging es den See entlang zurück zum Ausgangspunkt.



Wenn man schon mal hier ist, bietet sich ein Abstecher zum Spullersee an, welcher als Speichersee genutzt wird. Die idyllische Fahrt dauert aber der beschilderten Abzweigung ca. 15. Minuten.

Von hier aus bzw. zum See kann man ebenfalls tolle Wanderungen machen, welche schon auf unserer To-do Liste für 2021 stehen :)


Hier nochmal alle Facts zur Wanderung:
Alpe Formarin - Steinernes Meer - Formarinsee
- Anfahrt über Lech durchs Zugertal
- Länge ca. 8 km
- Dauer ca. 3 h
- Gutes Schuhwerk und Trittsicherheit übers Steinerne Meer
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